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Der Effekt "Bildrauschen"
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Der Effekt "Bildrauschen"
Von: the Prof

 

Diesmal untersuchen wir den Effekt Bildrauschen und einige Optionen im Menü Farben.

Zuerst werden wir 5 Bilder erstellen, diese dann duplizieren und sie mit den Effekten verändern.

Unser Ziel ist zu zeigen, wie man sowohl mit "Bildrauschen" als auch mit einigen Optionen im Menü Farben einfache, aber wirkungsvolle Hintergrundbilder machen kann. Wir werden diese Technik in späteren Tutorials wieder verwenden, wenn wir andere Effekte untersuchen.

 
Neues Bild erstellen

Die Startreihe

Vorbereitungen

Erstellt neue Bilder: 100x100 Pixel, 16 Millionen Farben, alle mit farbigem Hintergrund:

  1. Macht eines mit weißem Hintergrund,
  2. eines mit schwarzem Hintergrund,
  3. eines mit rotem Hintergrund,
  4. eines mit grünem Hintergrund
  5. und eines mit blauem Hintergrund.

Wenn ihr diese fünf Bilder habt, dupliziert ihr sie nacheinander mit Umschalt+D; tut das jeweils zwei Mal, so daß ihr von jeder Farbe drei Bilder habt.

Arrangiert sie so, daß die drei Bilder einer Farbe nebeneinander stehen (das gibt dann 3 mal 5 Bilder auf der Arbeitsfläche). Auf diese Weise können wir die Bilder miteinander vergleichen, wenn wir die Effekte erforschen.

(Vielleicht möchtet ihr Fenster || Nebeneinander versuchen, so daß eure Reihen und Spalten ausgerichtet werden. Danach könnt ihr mit dem Füll-Werkzeug die Farben der einzelnen Reihen korrigieren.)

 





Bitte beachten!

Zunächst eine kurze Beschreibung des Effektes "Bildrauschen". Vielleicht geht ihr einmal zu Effekte || Bildrauschen, um das Untermenü zu vergleichen.

Es gibt zwei Grundfunktionen für das Bildrauschen: Hinzufügen versieht ein Bild mit Sprenkeln. Dabei bestimmen die Optionen Gleichmäßig und Ungleichmäßig, auf welche Weise diese Sprenkel ins Bild eingefügt werden.

Man kann den Effekt "Bildrauschen" auf jedes Bild anwenden, um ihm eine Textur zu verleihen. Außerdem kann man damit einfache Hintergrundbilder mit Textur erstellen.

(Die anderen Optionen im Untermenü "Bildrauschen" sind Rauschunterdrückung, Rauschen entfernen und Filter. Diese Optionen sind sehr nützlich, und ihr solltet sie einmal an einem Bild ausprobieren, um zu sehen, inwieweit man damit manchmal Bilder verbessern oder schärfer machen kann.)

 
Die Bilder mit Bildrauschen

Jetzt laßt uns anfangen! Fügt zunächst jedem Bild ein Bildrauschen hinzu (Effekte || Bildrauschen || Hinzufügen) mit diesen Einstellungen:
– Rauschen = 100%
– Gleichmäßig = aktiviert

  1. Ein Bildrauschen besteht auf vielfarbigen Sprenkeln.
  2. Bis auf das weiße Bild sehen diese Sprenkel grau aus, sind aber tatsächlich vielfarbig.

Außerdem fällt auf, daß die Bilder aufgrund ihrer unterschiedlichen Hintergrundfarben verschieden texturiert aussehen. Wenn ihr bei dem Effekt "Bildrauschen" den Prozentsatz verringert, bekommt ihr weichere Texturen; tut das aber später einmal, um es auch mal auszuprobieren.

 


Bitte beachten!

Das Menü "Farben"

Klappt einmal das Menü "Farben" herunter. Es gibt hier einige nützliche Funktionen:

  1. Die Einstellung von Helligkeit/Kontrast macht ein Bild oder eine Ebene heller oder dunkler.
  2. Wir können ein Bild außerdem verändern durch:
    – Kolorieren
    – Graustufenbild
    – Negativbild
    – Poster
    – Solarisation
  3. Wir können die Farbkanäle von Bildern trennen und an den einzelnen Kanälen arbeiten, um das Bild zu verändern.
    (Wenn ihr die Farbkanäle trennt, habt ihr je ein Bild für den roten, grünen und blauen Kanal. Ihr könnt jeden Kanal [jedes Bild] einzeln bearbeiten und sie dann wieder in ein einziges Bild kombinieren.)
  4. Wir können die Paletten (Farben) ändern sowie die Transparenz.
  5. Wir können die Farbtiefe (Anzahl der Farben) in einem Bild verändern.

Hier werden wir nur die Bildfarben und die Farbtiefe bearbeiten. Die anderen Funktionen könnt ihr aber einmal selbst ausprobieren.

 
Negativ- und Graustufenbild

Farben || Negativbild und Farben || Graustufenbild

Ihr habt drei Spalten mit jeweils 5 Bildern:

  • Spalte 1 enthält die Originalbilder.
  • Bei Spalte 2 werden wir jetzt alle 5 Bilder verändern:
    Geht zu Farben || Negativbild
  • Spalte 3 bleibt für's erste unverändert.

Der weiße Hintergrund wird schwarz.
Der schwarze Hintergrund wird weiß.
Das Rot wird zu Türkis.
Das Grün wird zu Violett.
Das Blau wird zu Gelb.

Mit der Funktion "Negativbild" kann man ganz interessante Bilder kreieren.

Als nächstes nehmt alle fünf Bilder in Spalte 3 und geht zu Farben || Graustufenbild.

  • Erstens hat die Option "Graustufenbild" die Farbtiefe auf 256 Farben reduziert.
  • Zweitens fällt auf, daß jeder der farbigen Hintergründe jetzt eine unterschiedlich helle bzw. dunkle Grauschattierung aufweist.
  • Drittens: Bei einem Bild mit 256 Farben werden viele PSP-Effekte nicht funktionieren, deshalb geht jetzt bei allen diesen Bildern zu Farben || Farbtiefe erhöhen || 16 Millionen Farben.

Diese letzte Aktion verändert zwar nicht die grauen Farben des Bildes, wohl aber die Farbtiefe.

 
Koloriert
Spalte 1: Farbton = 224 / Sättigung = 255
Spalte 2: Farbton = 128 / Sättigung = 128
Spalte 3: Farbton = 14 / Sättigung = 128

Farben || Kolorieren

Eine sehr schöne Funktion des Menüs "Farben" ist die Funktion Kolorieren. Mit dieser Funktion kann man die Farben eines Bildes verändern. Probiert jetzt an allen fünf Bildern in der dritten Spalte die Werte aus, die ich euch angebe. Später könnt ihr auch andere Werte ausprobieren.

Geht zu Farben || Kolorieren:
– Farbton = 16
– Sättigung = 128

Dadurch bekommt ihr gesprenkelte braune Bilder von unterschiedlicher Helligkeit.

Geht wieder zu Farben || Kolorieren und ändert den Farbton um 16 – anders gesagt, Farbton = 32, 48, 60, usw. Auf diese Weise bewegt ihr euch durch das gesamte Farbspektrum.

Verändert auch die Sättigung. Der höchste Wert (255) ergibt brilliante Farben, niedrigere Werte ergeben weichere Farben bis hin zu Grau.

Außerdem fällt auf, daß die Farben der Bilder jetzt nur Brauntöne enthalten, die Sprenkel sind nicht mehr vielfarbig.

Mit dieser Technik (erst Bildrauschen hinzufügen, dann Graustufenbild, Farbtiefe wieder erhöhen auf 16 Millionen Farben und zum Schluß Kolorieren) kann man verschiedenste Hintergrundbilder erstellen. Wenn man bei dem Bildrauschen das Rauschen reduziert (weniger als 100%), erhält man weicher texturierte Bilder.

 
Original Rauschunterdrückung
Original Rauschunterdrückung
Kantenschutz Median-Filter
Kantenschutz Median-Filter
Schwarze und weiße Bildfehler Texturschutz
S/W Bildfehler Texturschutz

Die anderen Effekte unter "Bildrauschen"

Nehmt das mittlere Bild in der dritten Spalte, das einen reichen Braunton aufweist. Dupliziert es 5 Mal mit Umschalt+D.

Dann geht für jedes Bild wieder zu Effekte || Bildrauschen, probiert aber jetzt verschiedene Effekte für jedes Bild aus:

– Rauschunterdrückung
– Rauschen entfernen mit Kantenschutz, Wert = 2 (Standard)
– Median-Filter, Wert = 3 (Standard)
– Schwarze und weiße Bildfehler entfernen, Fehlergröße = 3 und
   Fehler-Empfindlichkeit = 4 (Standard)
– Rauschen entfernen mit Texturschutz, Wert = 50 (Standard)

Ihr werdet feststellen, daß die Sprenkelung der Bilder nun in unterschiedlicher Weise weicher geworden ist.

 



Neues Bild erstellen

Sternenklare Nacht

Bild: Eine sternenklare Nacht

In diesem letzten Beispiel werden wir den Effekt einer sternenklaren Nacht mit "Bildrauschen" erzielen.

  1. Neues Bild: 200x200 Pixel, schwarzer Hintergrund, 16 Millionen Farben
  2. Bildrauschen hinzufügen: 100% und Gleichmäßig
  3. In Graustufen umwandeln: Farben || Graustufenbild
  4. Farbtiefe erhöhen auf 16 Millionen Farben
  5. Geht zu Farben || Farbeinstellungen || Helligkeit/Kontrast:
    – Helligkeit = 20
    – Kontrast = 90

Jetzt habt ihr das Bild einer sternenklaren Nacht. Wenn ihr die Werte für Helligkeit und Kontrast verändert, dann ändert sich auch die Anzahl und Helligkeit der weißen Sprenkel.

Nächste Woche werden wir mit der Untersuchung der 3D-Effekte beginnen, zunächst mit dem Effekt "Taste".

– Viel Spaß! –

 
(Übersetzung aus dem Englischen von Doro Sensen)