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Benutzerdefinierte Farben
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Benutzerdefinierte Farben

Von: Charith
Bearbeitet vom PSPUG Learning Center

 
Manchmal brauchen wir eine Farbe, die nicht so einfach auf der Farbpalette in Paint Shop Pro zu finden ist. Man kann dann die RGB-Werte der Farbe eintippen und diese als Benutzerdefinierte Farbe verwenden. In den nächsten Übungen werden wir lernen, wie das geht.

Wir werden ein neues Bild machen, dann drei verschiedene Vordergrundfarben definieren und jede als Benutzerdefinierte Farbe speichern. Dann werden wir mit der Sprühdose ein Bild mit einem bronzefarbenen Text machen, um diese Technik noch einmal durchzuspielen.

 
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Zum Schluß werden wir die Beziehung zwischen Dateigröße und Farben untersuchen anhand eines Bildes, das uns vom Prof zur Verfügung gestellt wurde. Ihr könnt dieses Bild mit der Datei links herunterladen.
 



Neues Bild erstellen

Benutzerdefinierte Farben einstellen

Erstellt ein neues Bild: Geht zu Datei || Neu:
– Breite = 200
– Höhe = 80
– Hintergrundfarbe = Weiß
– Bildtyp = 16.7 Millionen Farben
Klickt auf OK.
 
Aktive Farben (PSP 5 & 6) Aktive Farben (PSP 7)
PSP 5/6 PSP 7
Das Dialogfenster "Farbe" – Einstellen der Farben:

Klickt auf das Feld für die aktive Vordergrundfarbe, um das Dialogfenster "Farbe" zu öffnen.

 
Grundfarben Die Grundfarben

Es gibt 48 vordefinierte Grundfarben (Rot, Gelb, Grün, Türkis, Blau und Violett) mit Schattierungen von leuchtend zu pastell.

Klickt man auf eins dieser Farbfelder, dann ist die Farbe ausgewählt.

 
Das Farbrad

Mit Hilfe des Farbrades kann man jede nur mögliche Farbe auswählen. Im Bild links zeigen die zwei kleinen schwarzen Kreise an, daß die aktuelle Farbe Türkis ist.

Klickt man mit der Maus irgendwo in den Farbkreis, so wählt man diese Farbe aus. Durch Klicken in das Farbquadrat wählt man dann eine Schattierung dieser Farbe.

Wenn die gewünschte Farbe ausgewählt ist, klickt man auf OK, um das Dialogfenster zu schließen und diese Farbe zur aktuellen Farbe zu machen.

 
Benutzerdefinierte Farben Die Benutzerdefinierten Farben

Um eine benutzerdefinierte Farbe hinzuzufügen, wählt erst die gewünschte Farbe aus. Dann klickt auf eines der weißen Kästchen, danach auf den Button "Hinzufügen". Um diese Farbe als aktive Farbe einzustellen, klickt auf OK, um das Dialogfenster "Farbe" zu schließen.

 
Abschnitt "Aktuelle Farbe" im Dialogfenster "Farbe" Das Feld "Aktuelle Farbe"

In diesem Abschnitt des Dialogfensters kann man die Werte für Rot, Grün und Blau in die entsprechenden Felder eintragen, in diesem Fall Rot = 128, Grün = 0, Blau = 128 für die Farbe Violett.

 

Bronzefarbener Text

Wir werden drei Benutzerdefinierte Farben erstellen, die wir für einen bronzefarbenen Text mit 3D-Effekt brauchen.
 
Aktive Farben (PSP 5 & 6) Aktive Farben (PSP 7)
PSP 5/6 PSP 7
Klickt zunächst im Feld "Aktive Farben" auf die Vordergrundfarbe, um das Dialogfenster "Farbe" zu öffnen.
 
Definiert die bronze-braune Farbe: Gebt im Abschnitt "Aktuelle Farbe" diese Werte ein:
  • Rot = 148
  • Grün = 99
  • Blau = 90
  • Das erste weiße Farbfeld im Kasten "Benutzerdefinierte Farben" sollte beim Öffnen des Dialogfensters markiert sein
  • Klickt auf den Button "Hinzufügen"
  • Noch nicht auf OK klicken!

Definiert jetzt eine rosa Farbe: Gebt im Abschnitt "Aktuelle Farbe" folgende Werte ein:

  • Rot = 228
  • Grün = 158
  • Blau = 158
  • Das zweite weiße Farbfeld sollte jetzt markiert sein
  • Klickt auf den Button "Hinzufügen"
  • Noch nicht auf OK klicken!

Definiert jetzt die hellrosa Farbe: Gebt im Abschnitt "Aktuelle Farbe" diese Werte ein:

  • Rot = 242
  • Grün = 206
  • Blau = 198
  • Das dritte weiße Farbfeld sollte schon markiert sein
  • Klickt auf den Button "Hinzufügen"
  • Noch nicht auf OK klicken!

Klickt jetzt auf die erste benutzerdefinierte Farbe, um die Vordergrundfarbe auf Bronze-Braun zu setzen.

 
Werkzeug "Text" Klickt auf das Text-Werkzeug in der Werkzeugleiste und dann in die Mitte eures Bildes, um das Dialogfenster "Text einfügen" zu öffnen.
 
  In PSP 5: – Schriftart = Arial MT Black (oder ein anderer dicker Font)
– Schriftgrad = 28
– Antialiasing = aktiviert
– Ausrichtung = zentriert
– Freie Auswahl = aktiviert
– Eingabe = BRONZE (in Großbuchstaben)
Klickt auf OK.
 
  In PSP 6: – Schriftart = Arial MT Black (oder ein anderer dicker Font)
– Schriftgrad = 28
– Freie Auswahl = aktiviert
– Antialiasing = aktiviert
– Kerning und Zeilenabstand = 0 (Abstand der Buchstaben)
– Auto-Kerning = aktiviert
– Darstellung: Farbe = klickt auf die Vordergrundfarbe
– Darstellung: Ausrichtung = zentriert
– Text = BRONZE (in Großbuchstaben)
Kickt auf OK.
 
  In PSP 7: – Schriftart = Arial MT Black (oder ein anderer dicker Font)
– Schriftgrad = 36
– Kerning und Zeilenabstand = 0 (Abstand der Buchstaben)
– Auto-Kerning = aktiviert
– Stil: Umriß = Kein, Füllung = Einfarbig: bronze-braun
– Textur: Umriß und Füllung = Keine Textur
– Freie Auswahl = aktiviert
– Antialiasing = aktiviert
– Text = BRONZE (in Großbuchstaben)
Klickt auf OK.
 
Wenn euer Text größer ist als das Bild oder euch sonst nicht gefällt, geht zu Bearbeiten || Rückgängig und fangt noch mal an.

Geht jetzt mit der Maus auf einen Buchstaben und zieht den Text in die Mitte des Bildes.

Die Auswahl noch nicht aufheben!

 
Aktive Farben (PSP 5 & 6) Aktive Farben (PSP 7)
PSP 5/6 PSP 7
Stellt jetzt eure Vordergrundfarbe auf Rosa ein: Klickt auf das Feld "Aktive Vordergrundfarbe" und wählt das Rosa (Rot = 228, Grün = 158, Blau = 158) aus dem Kasten "Benutzerdefinierte Farben".
 
Werkzeug 'Sprühdose' Dann klickt auf das Werkzeug "Sprühdose" in der Werkzeugleiste.
 
  In PSP 5:

Karteikarte "Werkzeugeigenschaften":
– Papiertextur = Keine
Karteikarte "Pinseleigenschaften":
– Form = Rundung
– Stärke = 15
– Opacity = 100
– alles andere = 5

 
  In PSP 6:

1. Karteikarte (mit der Sprühdose):
– Form = Rundung
– Größe = 15
– Deckfähigkeit = 100
– alles andere = 5
2. Karteikarte:
– Papiertextur = Kein

 
  In PSP 7: – Form = Rundung
– Größe = 15
– Deckfähigkeit = 100
– alles andere = 5

Farb- und Stileinstellungen:
– Vordergrundstil = Einfarbig (Rosa, schon eingestellt)
– Hintergrundstil = Kein
– Vorder- und Hintergrundtextur = Kein
– Standard = aktiviert

 
Geht mit gedrückter Maustaste in diagonaler Richtung über jeden Buchstaben und malt rosa Streifen darüber. Macht nicht zuviel Rosa in das Bild.
 
Aktive Farben (PSP 5 & 6) Aktive Farben (PSP 7)
PSP 5/6 PSP 7

Jetzt setzt eure Vordergrundfarbe auf das Hellrosa aus den benutzerdefinierten Farben und malt wieder mit der Sprühdose diagonale Streifen entlang den dunkleren Rosa Streifen. Paßt wieder auf, daß nicht zuviel von der neuen Farbe in das Bild kommt.

Anmerkung: Wenn euch das Ergebnis nicht gefällt, geht einfach zu Bearbeiten || Rückgängig und fangt von vorne an.

Die Auswahl noch nicht aufheben!

 
  Der Bronze-Effekt: Geht zu Farben || Kolorieren:
– Farbton = 27
– Sättigung = 146
Klickt auf OK.
 
  Speichert eure Textauswahl: Geht zu Auswahl || Als Alpha-Kanal speichern, und klickt zweimal auf OK.

Hebt die Auswahl auf mit Strg+D (oder geht zu Auswahl || Keine Auswahl). Geht dann zu Auswahl || Alpha-Kanal öffnen und klickt auf OK, um die Auswahl wieder zu laden.

 
In PSP 5 und 6: Geht zu Bild || Effekte || Schatten
In PSP 7: Geht zu Effekte || 3D-Effekte || Schatten

– Farbe = Schwarz
– Deckfähigkeit = 100
– Farbverlauf = 7
– Vertikale und Horizontale Ausrichtung = 3
Klickt auf OK.

Hebt die Auswahl auf mit Strg+D (oder geht zu Auswahl || Keine Auswahl).

 
  Der 3D-Effekt:
 



Ebenen-Palette: Neue Ebene erstellen






In PSP 5:

Geht zu Auswahl || Alpha-Kanal öffnen und klickt auf OK. Erstellt eine neue Ebene, nennt sie "Aussparung schwarz"

Geht zu Bild || Effekte || Aussparung:
– Inneres der Aussparung mit Farbe füllen = nicht aktiviert
– Schattenfarbe = Schwarz
– Deckfähigkeit = 60
– Farbverlauf = 6
– Vertikale und Horizontale Ausrichtung = 2
Klickt auf OK.

Erstellt eine neue Ebene, nennt sie "Aussparung weiß". Geht wieder zu Bild || Effekte || Aussparung:
– Schattenfarbe = Weiß
– Deckfähigkeit = 60
– Farbverlauf = 4
– Vertikale und Horizontale Ausrichtung = -2
Klickt auf OK und hebt die Auswahl auf (Auswahl || Keine Auswahl oder Strg+D).

 
In PSP 6 und 7:

Geht zu Auswahl || Alpha-Kanal öffnen und klickt auf OK.

In PSP 6: Geht zu Bild || Effekte || Innenfase
In PSP 7: Geht zu Effekte || 3D-Effekte || Innenfase
– Fase = 3. Reihe, letzte Fase ganz rechts
– Breite = 20
– Schliff = 13
– Tiefe = 30
– Umgebung = -20
– Glanz = 40
– Farbe = olivgrün (Rot = 192, Grün = 192, Blau = 0)
– Grad = 159
– Intensität = 60
– Höhe = 30
Klickt auf OK und hebt die Auswahl auf (Auswahl || Keine Auswahl oder Strg+D).

 

Farben und Dateigröße

Zum Vergleich verwenden wir die Datei "/tutorial/html/beginclass/woodgallerylogo.jpg", die uns von Prof zur Verfügung gestellt wurde.

In der zweiten Lektion haben wir etwas über Graphikformate erfahren. In der dritten Lektion haben wir Bilder vergrößert und verkleinert und dabei auch die Dateigröße verändert. In dieser Lektion geht es darum, inwieweit die Dateigröße von der Anzahl der Farben abhängt.

Wir wissen, daß wir bei JPEG-Dateien viele Farben, bis oder fast bis 16 Millionen, nutzen dürfen. Wir wissen auch, daß wir bei GIF-Dateien auf 256 Farben eingeschränkt sind.

 
Bild öffnen Öffnet die Datei "/tutorial/html/beginclass/woodgallerylogo.jpg" aus eurem Download.
 
Geht zu Farben || Bildfarben zählen: Die Anzahl der eindeutigen Farben ... beträgt 21375.

In PSP 5 und 6: Geht zu Ansicht || Bildinformationen
In PSP 7: Geht zu Bild || Bildinformationen

Interessant sind die Informationen:
– Abmessungen = 200 x 200 Pixel
– Pixeltiefe/Farben = 24/16 Millionen
– Speicherverbrauch ... Im Arbeitsspeicher = 117K

Schaut einmal rechts unten in die Statuszeile: – Bild: 200 x 200 x 16 Millionen - 117.2 KByte

 
Laßt uns dieses Bild in eine GIF-Datei umwandeln und dann noch mal Bildfarben und Dateigrößen vergleichen!

Dupliziert das Bild zunächst: Geht zu Fenster || Duplizieren. Dann geht zu Datei || Speichern unter:
– Dateityp = Compuserve Graphics Interchange (*.gif)
– Dateiname = woodgallerylogo-a.gif

Schließt diese Datei und öffnet sie erneut. Jetzt geht wieder zu Farben || Bildfarben zählen: Diesmal sind die Farben im Bild = 255.

Geht zu Ansicht || Bildinformationen (PSP 5 und 6) bzw. zu Bild || Bildinformationen (PSP 7):
– Pixeltiefe/Farben = 8/256
– Speicherverbrauch ... Im Arbeitsspeicher = 40K

Ihr seht auch, daß es nur einen sehr geringen Qualitätsverlust gegeben hat, obwohl wir die Farben und die Dateigröße erheblich reduziert haben.

Wenn ihr übrigens jetzt mit einem Klick auf Vorder- oder Hintergrundfarbe das Dialogfeld "Farbe" öffnet, seht ihr nicht das gewohnte Farbrad, sondern eine Farbpalette mit den 256 Farben, die im Bild vorkommen. Auch wenn ihr mit dem Cursor auf das Feld "Farbe auswählen" rechts vom Arbeitsbereich geht, könnt ihr nur aus diesen 256 Farben auswählen.

 
Jetzt laßt uns die Farbtiefe wieder erhöhen: Dupliziert das Bild mit Fenster || Duplizieren, dann geht zu Farben || Farbtiefe erhöhen || 16 Millionen Farben (24 Bit).

Geht zu Farben || Bildfarben zählen und zu Ansicht || Bildinformationen (PSP 5 und 6) bzw. Bild || Bildinformationen (PSP 7). Ihr seht, daß die gezählten Bildfarben immer noch 255 sind, während die Dateigröße wieder auf 117.2KBytes angestiegen ist.

Warum gibt es diesen Unterschied in der Dateigröße, aber keinen bei den Farben?

Dieses Bild war ursprünglich eine GIF-Datei mit einer Farbpalette von maximal 256 Farben. Als es als GIF-Datei gespeichert wurde, wurden diese Farben ausgewählt, und die Farbpalette wurde aufgrund dieser Farben für dieses Bild erstellt.

Obwohl ihr jetzt die Farbtiefe wieder erhöht habt, verwendet Paint Shop Pro immer noch die ursprüngliche Farbpalette für das Bild. Zur Erhöhung der Farbtiefe wurde mit einem Dithering-Effekt gearbeitet. Solange dieses Bild nicht verändert wird oder neue Farben hinzugefügt werden, ist es sehr wahrscheinlich, daß die Farben dieses Bildes sich nicht ändern. Als ihr die Farbtiefe erhöht habt, habt ihr da einen Qualitätsunterschied bemerkt?

Wenn ihr allerdings jetzt auf die Vorder- oder Hintergrundfarbe klickt, bekommt ihr wieder euer gewohntes Dialogfenster mit dem Farbrad, und auch mit dem Feld "Farbe auswählen" rechts vom Arbeitsbereich könnt ihr jetzt wieder jede beliebige Farbe auswählen. Ihr seid also jetzt in der Lage, zu diesem Bild auch andere Farben hinzuzufügen.

 
Jetzt wollen wir die Farben wieder reduzieren: Nehmt das neueste Bild und geht zu Farben || Farbtiefe verringen || 16 Farben (4 Bit). Im Dialogfenster "Farbtiefe verringern - 16 Farben" stellt ihr folgendes ein:
– Im Abschnitt Palette: Octree, optimiert = aktiviert
– Im Abschnitt Reduktionsmethode: Fehler-Diffusion = aktiviert
– Im Abschnitt Optionen: Farbverlauf reduzieren = aktiviert
Klickt auf OK.

Speichert dieses Bild jetzt wieder als GIF-Datei: Geht zu Datei || Speichern unter:
– Dateityp = Compuserve Graphics Interchange (*.gif)
– Dateiname = woodgallerylogo-b.gif

Wenn ihr jetzt wie oben die Bildfarben und die Dateigröße vergleicht, seht ihr, daß die Farben auf 16 verringert wurden und die Dateigröße auf 19.6 KiloByte.

Ihr seht auch, daß hinsichtlich der Bildqualität zwischen den beiden GIF-Dateien (a und b) kaum ein Unterschied besteht. Wenn ihr jetzt auf die Vorder- oder Hintergrundfarbe klickt, seht ihr wieder eine Farbpalette mit diesmal nur 16 Farben für dieses Bild, aus denen ihr auswählen könnt.

 
Zuletzt wollen wir die Farben auf eine Graustufen-Palette reduzieren. Nehmt die ursprüngliche JPEG-Datei (/tutorial/html/beginclass/woodgallerylogo.jpg) und geht zu Farben || Graustufenbild. Speichert dieses Bild dann wieder mit Datei || Speichern unter als GIF-Datei (/tutorial/html/beginclass/woodgallerylogo_c.gif).

Vergleicht wieder Bildfarben und Dateigröße: Die Bildfarben sind jetzt auf 244 reduziert, während die Dateigröße 40.1 KiloByte beträgt. Ihr seht, daß die Dateigröße erheblich reduziert wurde verglichen mit dem JPEG-Bild. Ihr seht aber auch daß, obwohl dieses Bild jetzt ein Graustufenbild ist, die Dateigröße vergleichen mit den anderen GIF-Dateien recht groß ist. Dies scheint ein Widerspruch zu sein, da dieses Bild ja jetzt eigentlich ein "Schwarz-/Weiß"-Bild ist.

Der Grund liegt darin, daß Paint Shop Pro alle farbigen Pixel in eine eigene Grauschattierung umgewandelt hat. Euer Bild könnte also bis zu 16 Millionen Grauschattierungen enthalten!

Um die Dateigröße dieses Graustufenbildes noch ein wenig zu reduzieren, geht einfach zu Farben || Farbtiefe verringern || 16 Farben (4 Bit). Ihr werdet nur einen sehr geringen Qualitätsverlust feststellen, aber eine erhebliche Reduzierung der Dateigröße.

 
In diesen Übungen habt ihr gelernt, wie ihr Farben einsetzen könnt, um einen interessanten Text zu gestalten, wie ihr die Anzahl der Farben in einem Bild sowie die Größe der Datie feststellen könnt und wie ihr die Anzahl der Farben und die Dateigröße eines Bildes ohne zu großen Qualitätsverlust reduzieren könnt.
 

Graphiken "schlankmachen"

Der Rest dieses Tutorials besteht aus Informnationen, aber ich denke, daß ihr diese später einmal sehr nützlich finden werdet.

Ihr habt gerade gesehen, wie ein Reduzieren der Anzahl der Farben in einem Bild auch die Dateigröße reduzieren kann. Wir wissen außerdem, daß in den meisten Fällen eine mit Paint Shop Pro gespeicherte GIF-Datei sehr viel kleiner wird als eine JPEG-Datei.

Es gibt noch einen anderen Weg, die Dateigröße eines Bildes zu reduzieren: Der GIF Wizard (früher ein kostenloser Service im Internet, aber ich bin nicht sicher, ob es noch kostenlos ist) nimmt eure Graphik und reduziert die Größe mit Hilfe verschiedener Farbpaletten, ohne daß ihr euch selbst den Kopf darüber zerbrechen müßt!

Dieses Programm ist ein "Muß", wenn es darum geht, eigene Banner für LinkExchange, GeoCities usw. zu kreieren, da diese Dienste eine sehr geringe Dateigröße erfordern, die Paint Shop Pro nicht ohne großen Qualitätsverlust erreichen kann. Ihr müßt zunächst euer Bild auf eine Website hochladen. Dann geht ihr zu der oben angegebenen Internet-Adresse, um den GIF Wizard zu nutzen. Folgt einfach den Instruktionen, um eure Dateigröße zu reduzieren, und speichert das Bild dann erneut ab.

Das folgende stammt aus einer Chat-Sitzung, bei der ein Repräsentant von Jasc Fragen beantwortet hat:

Heute abend diskutieren wir über Dateitypen und gehen darauf ein, wie Farbpaletten mit Browsern zusammenarbeiten. Dies ist wichtig zu wissen, wenn ihr Bilder für das Web produziert. Farbige Graphiken sind ein wesentlicher Bestandteil einer Seite, wenn man im Internet publizieren will.

Anders als bei Vierfarbdrucken auf Papier, die hohe Kosten und komplexe Vorbereitungen erfordern, ist es bei elektronischen Dokumenten nicht wichtig, mit den Farben wirtschaftlich umzugehen. Die Leistung einer Webseite wird zwar eingeschränkt, wenn ihr sie mit großen, leuchtenden Bildern vollstopft, aber mit der richtigen Planung könnt ihr die Bilder für eure Webseiten so optimieren, daß sie schnell geladen und auf den Bildschirmen eurer Besucher optimal dargestellt werden. Wir alle haben schon erlebt, daß wir eine Seite besucht haben mit Bildern, die eine Ewigkeit brauchten, bis sie auf dem Bildschirm waren ... was passiert da?

Ich hoffe, daß ihr nach diesem Abend ein besseres Verständnis dafür habt, was eine Graphik ausmacht und wie man sie aufbaut. Dann werdet ihr nicht zu denen gehören, die große, "schwere" Seiten haben!

 

Farbe und GIF-Bilder

Das GIF-Format ist entwickelt worden, um Dateiübertragungen über das Internet zu optimieren. Um die Dateigrößen klein zu halten, haben die Entwickler des GIF-Formats die Anzahl der Farben in einer GIF-Graphik auf 256 begrenzt. Auf 256 Farben beschränkte Bilder werden auch als "8-Bit-Bilder", manchmal auch als "Bilder mit indizierten Farben" bezeichnet. "8 Bit" bezieht sich auf die Anzahl der Speicherbits, die jedem Pixel in einem GIF-Bild zugewiesen sind.

Jedes digitale Bit kann nur entweder eine "1" oder eine "0" sein, so daß es bei einem Speicher von 8 Bit für jedes Pixel nur 256 (2 hoch 8) mögliche eindeutige Kombinationen von "Nullen" und "Einsen" geben kann. Dies wird gleich noch klarer werden. "Indizierte Farben" bezieht sich auf die Farbpalette mit einem Index von 256 Farben, aus denen diese Bilder bestehen.

Es mag den Anschein haben, als seien 256 Farben mehr als genug für die meisten Bilder, aber GIF-Bilder sind doch sehr eingeschränkt in der Fähigkeit, die so gut wie unendlich vielen Farben darzustellen, die in einer Photographie enthalten sind. Wenn man ein farbiges 24-Bit-Bild (das typischerweise Millionen von Farben enthält) in ein GIF-Bild mit 256 Farben umwandelt, so verliert man zwangsläufig einige Details.

In einem Verfahren namens Dithering stellen Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop und Paint Shop Pro Pixel verschiedener Farben in einem feinen Punktmuster so nebeneinander, daß es bei normalem Abstand aussieht, als sei die volle Bandbreite der "Zwischenfarben" in dem Bild vorhanden.

Wenn man ein farbiges Bild in ein GIF-Bild umwandelt, überläßt man es normalerweise dem Graphikprogramm, die 256 Farben für dieses Bild auszuwählen. Dadurch erhält man ein GIF-Bild von bestmöglicher Qualität, aber es hat auch einige Nachteile. Das Problem taucht dann auf, wenn zwei oder mehr solchermaßen abgespeicherte GIF-Bilder (die dann zusammengenommen 512 verschiedene Farben aufweisen können) gleichzeitig auf einem Monitor dargestellt werden sollen, der nur 256 Farben gleichzeitig anzeigen kann (eine 8-Bit-Ausgabe).

Wenn der Betrachter eurer Seite einen solchen Monitor hat, der nur 256 Farben gleichzeitig darstellen kann (wie die meisten SVGA- und älteren Macintosh-Farbmonitore), dann erscheinen die Farben in euren GIF-Bildern verzerrt, oder "gedithert". Bei einem 256-Farb-Monitor erzwingt der Browser für die Bilder auf der Webseite eine Anpassung jeder Farbe an eine Farbe der Standard-Systempalette.

Wir müssen nicht nur Browserprobleme beachten, sondern auch die Probleme, die uns individuelle Systeme bereiten können ... Die Darstellung eines GIF-Bildes mit einer individuellen Farbpalette innerhalb der Grenzen der Systempalette hat oft eine häßliche Entstellung des Bildes zur Folge. Ein Webbrowser, der mit einem 8-Bit-Monitor läuft, hat keine Möglichkeit, euer GIF-Bild mit seinen speziellen 256 Farben optimal darzustellen. Er versucht einfach nur, das Bild in den seinem System am nächsten kommenden Farben auszugeben. Das Ergebnis ist dann oft eine starke Verzerrung der ursprünglichen Farben.

Drei Dinge, wie man damit umgehen kann:

  1. Laßt euer System mit größtmöglicher Farbauflösung laufen (wenn möglich 24 Bit)
  2. Verwendet das GIF-Format für einfache Zeichnungen bzw. Clipart, das sind Bilder wie Zeichnungen oder Umrißzeichnungen (Cartoons usw.)
  3. Verwendet das JPG-Format für photorealistische Bilder

Speichert immer eine Kopie eurer ursprünglichen Graphiken und Photographien mit 16 Millionen Farben im PSP-Format, bevor ihr andere, an die Systempalette angepaßte Versionen abspeichert. Für Photographien oder andere größere Illustrationen auf eurer Webseite werdet ihr das JPEG-Format verwenden wollen. Mit dem JPEG-Format ist eine effiziente Kompression der Dateien verbunden, was die Übertragungszeit für große Bilder erheblich verkürzt.

Andererseits sind JPEG-Bilder von Natur aus Vollfarbbilder (mit Tausenden oder Millionen von Farben), so daß diese auf einem Standard-256-Farbmonitor (SVGA oder ältere Macintosh-Monitore) dann ebenfalls entstellt aussehen. Neuere Webbrowser leisten zwar einiges bei der Darstellung von JPEG-Bildern auf einem 8-Bit-Monitor, aber nur 16-Bit- oder 24-Bit-Monitore können JPEG-Bilder wirklich richtig darstellen.

"Speichert immer eine Kopie eurer ursprünglichen Graphiken und Photographien mit 16 Millionen Farben im PSP-Format, ..." Das PSP-Format ist das einzige Format, das Ebenen unterstützt. Wenn ihr also ein Bild mit mehreren Ebenen kreiert habt, dann müßt ihr es als PSP-Bild speichern, um die Informationen über die Ebenen zu erhalten. Arbeitet dann mit dem Bild im PSP-Format, und wenn es fertig ist, dann wandelt es in das Format um, das ihr für eure Webseite braucht.

 
Nächste Woche lernen wir, mit den Effekten Aussparung, Relief und Wachsabdruck bzw. -überzug zu arbeiten – also bis dann! :-)
 
(Übersetzung aus dem Englischen von Doro Sensen)